© Tim Erdmann
Bielefelder Songnächte

Trümmer

Fünf Jahre hatte die Musikwelt nichts von der Hamburger Band Trümmer gehört, bis sie im September 2021 das Album »Früher war gestern« veröffentlichen. Wer sich um Trümmer sorgte, weil das letzte Album »Interzone« nun schon fünf Jahre zurückliegt und alle Bandmitglieder anderweit gut zu tun hatten, spürt schon bei den ersten Tönen des neuen Songs »Wann wenn nicht«: Der Band geht‘s gut. Sie hat Bock. Und sie hat was zu sagen. »Wann wenn nicht« dürfte gerade jetzt viele Menschen abholen. Mit seiner Stimmung zwischen Wut und Aufbruch, mit der bissigen Resignation der ersten Zeilen. Was trostlos klingt, wird musikalisch und lyrisch gedreht und in eine positive Wut verwandelt. Sänger Paul Pötsch erklärt: „Der Song fasst für mich das ganze Album zusammen. Wenn ich Nachrichten lese und mich irgendwie mit dem Zustand der Welt beschäftige, was man zuletzt ja noch intensiver getan hat, denke ich oft: ‚Mein Gott! Es wird immer alles schlimmer!‘ Aber wieso eigentlich? Wir sind doch diejenigen, die das in der Hand haben. Es ist ja kein Naturgesetz, dass alles irgendwie den Abgrund runtergeht, sondern wir sind ja diejenigen, die darüber entscheiden, wie das Leben ist.“

Und genau dieser Spirit zieht sich auch durch das neue Album. Der Sound ist typisch Trümmer – die Sturm-und-Drang-Anfangsphase, vielleicht etwas dichter.


Paul Pötsch: Gesang, Gitarre

Tammo Kasper: Bass

Maximilian Fenski: Schlagzeug

Helge Hasselberg: Gitarre

Kartenvorverkauf gegebenenfalls (wenn nicht anders vermerkt) an den bekannten Vorverkaufsstellen:
Tourist-Information im Neuen Rathaus, Neue Westfälische, Westfalen-Blatt, KONTicket

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