Sehr geehrtes Publikum!

»Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.« Dieser Ausspruch wurde schon Franz Kafka zugeschrieben und hat bis heute nicht an Gültigkeit verloren. 

Kulturarbeit ist ein ständiges Gehen neuer Wege, denn nur so lässt sich Unbekanntes entdecken – vor allem das, was abseits der Pfade liegt. Diesen Schuh ziehen wir uns an: Mit Theater, Tanz, Musik, Bildender Kunst und Literatur bietet der Kultursommer viele Möglichkeiten, gewohnte Wege zu verlassen und Neues zu wagen.

 

In diesem Jahr ist dies aufgrund der besonderen Situation auch geradezu zwingend. So sind es ganz gezielt besonders viele Freiluftveranstaltungen, die zu Entdeckungsreisen einladen. Bei Open-Air-Konzerten auf der Sparrenburg, am Bauernhausmuseum, im Garten des Kunstvereins im Waldhof oder auf dem Kesselbrink sind die unterschiedlichsten Formate und Klangfarben zu erleben.

Spaziergänge mit Klängen und Kunst versprechen ebenso neue Eindrücke wie Stadtführungen, die mit Impro-Comedy verbunden sind. Und nicht zuletzt haben wir mit der RadKulTour als Festival der Freien Szene ein neuartiges Veranstaltungsformat aus der Taufe gehoben, bei dem sich Kultur- und Landschaftsgenuss im wahren Wortsinn erfahren lässt (vorausgesetzt einer Förderung durch die Bundeskulturstiftung).

 

Für bewegende Augenblicke sorgt auch hoffentlich wieder das Tanzfestival Bielefeld, das mit spannenden Workshops und Performances seit über 30 Jahren zeigt, dass abgetretene Schuhe keineswegs für ausgetretene Pfade stehen.

 

Ein weiteres Augenmerk liegt in diesem Jahr auf 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, das unsere Gesellschaft immer bereichert hat und gefeiert werden muss. Nicht zu trennen davon sind leider u. a. die Gräuel des Nationalsozialismus, aber auch Menschen, die sich dennoch positioniert haben. Diese Veranstaltungen lege ich Ihnen ganz besonders ans Herz!

 

Im Namen des Kulturamts, seiner Sponsoren und aller KooperationspartnerInnen wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und einschränkungsarmen Sommer, viele Inspirationen und neue Erlebnisse beim Besuch unserer Veranstaltungen, nach denen wir so hungern. Daher: Schuhe an und los!

 

Brigitte Brand

Leiterin des Kulturamts

 

 

 

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