Liebe Kulturakteur*innen,

leider (be)trifft die neue Corona-Schutzverordnung und der zweite "Lockdown" auch wieder die Kulturbranche erheblich. Für viele von Ihnen ist die aktuelle Situation noch immer existenzbedrohend. Folgend informieren wir über aktuelle Entwicklungen zum Thema.

 

+++Wichtig+++

 

Dokumentieren Sie Ihre Ausfälle! Verträge, vereinbarte Honorare, Grund für den Ausfall, Absagen, was wurde an Arbeit und finanziellen Mittel bereits investiert, etc. Möglicherweise sind für künftige Hilfsangebote diese Nachweise erforderlich. 

 

+++Aktuelles+++

 

  • NEU: Corona-Novemberhilfe startet! Das Verfahren der Antragstellung für die Abschlagszahlungen für die Novemberhilfe startet in einem vollständig elektronischen Verfahren. Soloselbständige können einen Antrag bis zu einer Höhe von 5.000 Euro selbst über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen. Die Auszahlungen der Abschlagszahlung sollen kurz nach Einreichung des Antrags umgesetzt werden, das heißt noch im November.
  • NEU: Die Bundesregierung hat nach dem neuen Lockdown im November Überbrückungs- und Stabilisierungshilfen angekündigt. Kleinere Betriebe sollen bis zu 75 Prozent ihrer Umsätzeausfälle im November 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat ersetzt bekommen. Solo-Selbstständige können wählen: entweder Vorjahresmonatsumsatz November 2019 oder 1/12 des Jahresumsatzes 2019. Davon dann 75 Prozent als Zuschuss. Größere Betriebe (> 50 Mitarbeiter) sollen bis zu 70 Prozent erhalten. Es soll keine besonderen Nachweispflichten geben. Diese Regelungen sollen im vollen Umfang auch für Kultureinrichtungen und Solo-Selbständige gelten. Weiere Infos unter folgendem Link.
  • NEU: Coronaschutzverordnung aktualisiert: Die NRW-Landesregierung hat die neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht. Wichtigste Maßnahme ist, Kontakte zu reduzieren. Deshalb gibt es unter anderem weitere Einschränkungen in den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport und Gastronomie. Außerdem gilt in Bielefeld weiterhin die Maskenpflicht an einigen öffentlichen Plätzen und Straßen. Informationen dazu hier.
  • NEU: NEUSTART KULTUR: Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm "NEUSTART KULTUR" (eine Milliarde Euro) den Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland. Für die einzelnen Spaten sind erste Förderprogramme ausgeschrieben:

    Weitere Informationen finden Sie zusammengefasst als KulturNews hier.

 

 

Finanzielle Hilfen: Land NRW und Verwaltung

 

  • Sonderprogramm Heimat 2020: Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen legt ein Sonderprogramm „Heimat 2020“ zur Unterstützung von Vereinen und Verbänden während der Corona-Lage auf. 50 Millionen Euro stehen zur Unterstützung bereit. Weitere Informationen und den Link zur Antragsstellung finden Sie hier.
  • NRW Überbrückungshilfe Plus. Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und im Unternehmen tätige Inhaber*innen von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeiter*innen, erhalten - über die Überbrückungshilfe hinaus - eine einmalige Zahlung i. H. v. 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate als Wirtschaftsförderungsleistung (fiktiver Unternehmerlohn) aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalens. Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe und das Zusatzprogramm „NRW Überbrückungshilfe Plus“ erfolgt über einen vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Die Bundesregierung stellt hierfür ein bundeseinheitliches Antragsportal zur Verfügung. Dort können sich die Berater registrieren und Anträge stellen. Informationen zu den Programmen finden Sie hier.

 

 

 

 

Finanzielle Hilfen vom Bund

 

  • Corona-Überbrückungshilfe II des Bundes. Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können nun weitere Liquiditätshilfen erhalten. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link.

  • Bei der Corona-Soforthilfe sind die Konditionen geändert worden, Personalkosten, die in den Monaten März bis Mai angefallen sind, dürften nun doch als Betriebskosten angerechnet werden. Auch gestundete Zahlungen (z.B. Mieten, Pachtbeträge oder Zinsen für Kredite) dürfen als Betriebskosten geltend gemacht werden. Dies bedeutet, dass viele Empfänger*innen die Corona-Soforthilfe weniger oder gar nichts zurückzahlen müssen. Fragen können an die Mitarbeiter*innen der Hotline unter 0211-7956 4995 gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Steu­er­li­che Hilfs­maß­nah­men vom Bundesfinanzministerium: Das Bundesfinanzministerium bietet von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen und Akteuren unkomplizierte und kurzfristig erhältliche steuerliche Hilfen an. Das Programm betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer und besteht aus drei Maßnahmen

    • Stundung von Steuerzahlungen
    • Anpassung von Vorauszahlungen
    • Aussetzen von Vollstreckungsmaßnahmen

    Ausführliche Informationen zu dem Programm finden Sie unter folgendem Link.

  • Bundesagentur für Arbeit: Kurzarbeitergeld für Kulturunternehmen. Auch Kulturunternehmen können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Voraussetzungen: Unternehmen müssen mindestens eine/en Beschäftigte/n Mitarbeiter*in haben und es müssen mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen sein. Alle Informationen zum Kurzarbeitergeld erhalten Sie hier.
  • Beratungsleistungen: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert befristet bis Ende 2020 Beratungen für Corona-betroffene Freiberufler sowie kleine und mittlere Unternehmen bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil. Mit externer professioneller Hilfe sollen Unternehmen spezifisches Know-how aufbauen und Maßnahmen entwickeln, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise besser bewältigen zu können. Nähere Informationen finden Sie hier.


Weitere Hilfsangebote

 

  • GEMA-Vergütungen entfallen bis auf Weiteres. Die GEMA hat angekündigt, dass alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge für Lizenznehmer, die ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung des Coronavirus schließen müssen bzw. mussten, rückwirkend zum 16. März 2020 ruhen. Näheres hier.
  • Unterstützung für GLV- Berechtigte: Bei der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten können GVL-Berechtigte, die ausschließlich freiberuflich arbeiten und sich wegen Corona mit Honorarausfällen konfrontiert sehen, 250 € Unterstützung beantragen. Weitere Hilfen der GVL sind in Planung. Wichtige Informationen und das Antragsformular finden Sie hier.
  • Die Sozialfonds der VG WORT GmbH gewährt Beihilfen für in Not geratene Wortautor*innen, Verleger*innen oder ihre Hinterbliebenen. Alle Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link.
  • Die GLS-Bank unterstützt die elinor#kunstnothilfe. Unter dem Motto #StayHomeStandUp wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Von den eingegangenen Spenden können Künstlerinnen und Künstler bis zu 1.000 Euro unterstützt werden. Über die Vergabe entscheidet ein Beirat. Nähere Infos finden Sie hier.

 

 Sonstiges

 

  • Beantragung von KfW-Krediten. Über die Hausbanken können KfW-Kredite beantragt werden, allerdings nimmt dies wohl etwas Zeit in Anspruch. Tipps für das Gespräch mit der Hausbank finden Sie hier.

  • Entschädigung bei Verdienstausfällen

    • im Quarantänefall: Wer aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) eine Entschädigung erhalten. Das trifft auch auf Selbstständige und Freiberufler zu. Alle wichtigen Informationen finden Sie hier.
    • wegen Kinderbetreuung: Mittlerweile ist gesetzlich geregelt, dass auch für Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt wird. Hier erhalten Sie Informationen.

  • Webseite mit speziellen Informationen für privatwirtschaftliche Musikschulen
    Der Bundesverband der Freien Musikschulen hat eine Webseite mit speziellen Informationen für privatwirtschaftliche Musikschulen erstellt. Für Mitglieder*innen werden kostenfreie Webinare und einmal wöchentlich eine Online-Fragestunde angeboten. Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Digitale Kulturangebote auf www.bielefeld.jetzt präsentieren. Neue Plattform „Gemeinsam schaffen wir’s“ für die Zeit der Corona-Krise eingerichtet.
    Unter dem Motto „Gemeinsam schaffen wir's‘" können sich Bielefelder Initiativen auf der Plattform der Bielefeld Marketing GmbH online präsentieren. Melden Sie hier Ihre digitalen Kulturangebote und bringen Sie Kultur so in die Wohnzimmer der Bielefelder*innen. Die Aktion wird u.a. über die Bielefeld Marketing GmbH und das Kulturamt beworben, ausgewählte Kulturangebote werden auch auf der Kulturamts-Webseite ausgespielt. Es wird auch auf die regionale Plattform"FROM OWL WITH LOVE", aufmerksam gemacht. Dort können Gutscheine für das Lieblingsrestaurant oder die Lieblingsbar hochgeladen und erworben werden. Hier können Sie Ihre Projekte einstellen.

 

Hilfestellungen, Leitfäden und Handlungsempfehlungen für Kulturschaffende 

 

  • Reduzierung von Ausgaben. Tipps zum Thema:

    • Wer bei der Künstlersozialkasse (KSK) gemeldet ist, kann dort die Verringerung des Einkommens melden. Die Beiträge werden entsprechend angepasst. Hier gehts zum Vordruck.
    • Bei den zuständigen Finanzämtern können außerdem Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden.

  • Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hält Informationen und Ansprechpartner*innen zu folgenden Themen beret:

    • Liquiditätssicherung
    • Kurzarbeitergeld
    • Unterstützung für von Quarantäne betroffene Betriebe sowie
    • Finanzierung von Investitionen und Innovationen bereitstellt.

  • Zur Website

  • Orchestervereinigung: Corona-Virus - Leitfaden für Freischaffende
  • Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller: Solidarität in Zeiten von COVID-19 - Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender
  • Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA): Informationen zum Coronavirus – Hinweise der GDBA
  • FREO e.V. zusammen mit Folkert Uhde und Christoph Drescher: Handlungsempfehlungen zum Schutz von freiberuflich arbeitenden Künstler*innen und Veranstalter*innen
  • Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V.: Wissenswertes zur Covid-19-Pandemie
  • Die DOV gibt Hinweise und Empfehlungen für freischaffende Musiker*innen. Zum Leitfaden.
  • Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hält Informationen und Ansprechpartner*innen zu folgenden Themen beret:

    • Liquiditätssicherung
    • Kurzarbeitergeld
    • Unterstützung für von Quarantäne betroffene Betriebe sowie
    • Finanzierung von Investitionen und Innovationen bereitstellt.

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