Liebe Kulturakteur*innen,

der Frühling kommt und wir hoffen auf schnelle Öffnungsperspektiven für den Kulturbereich. Für viele von Ihnen ist die aktuelle Situation noch immer existenzbedrohend. Folgend informieren wir über aktuelle Entwicklungen zum Thema.

 

+++Wichtig+++

 

Dokumentieren Sie Ihre Ausfälle! Verträge, vereinbarte Honorare, Grund für den Ausfall, Absagen, was wurde an Arbeit und finanziellen Mittel bereits investiert, etc. Möglicherweise sind für künftige Hilfsangebote diese Nachweise erforderlich. 

 

+++Aktuelles+++

 

  • NEU: Sonderfonds Kultur in Bielefeld -150.000 € für das Jahr 2021 für nicht profitorientierte Kulturschaffende. Angesicht des Fortdauerns des Lockdowns und der Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie stellt der Bielefelder Stadtrat nicht profitorientierten Kulturschaffenden, die coronabedingte technische, räumliche, personelle Infrastrukturnachteile oder Einnahmeausfälle durch pandemiebedingte Zuschauerbeschränkungen etc. haben, Sondermittel in Höhe von 150.000 € für das Jahr 2021 zur Verfügung. Die dafür erforderlichen Antragsvoraussetzungen und das Antragsformular finden Sie unter folgendem Link. Anträge können bis zum 30.04.2021 an das Kulturamt Bielefeld, Frau Kerstin Lohmann, kulturamt[at]bielefeld[dot]de, Kavalleriestr. 17, 33602 Bielefeld, gestellt werden.

 

Finanzielle Hilfen vom Bund

 

  • Dezemberhilfe - Antragstellung für Selbständige ohne Steuerberater möglich. Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes richtet sich an Unternehmen, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den bundesweiten Schließungen direkt, indirekt oder mittelbar betroffen sind. Die Hilfe besteht in einem Zuschuss. Er wird berechnet im Vergleich zum Umsatz des Vorjahresmonats, also des Dezembers 2019 und beträgt bis zu 75 Prozent dieses Vergleichsumsatzes. Da dieser Umsatz des letzten Jahres bereits feststeht, ist die Hilfe unbürokratisch zu berechnen. Die außerordentliche Wirtschaftshilfe federt die unmittelbaren Folgen der beschlossenen Einschränkungen ab, insbesondere für diejenigen Unternehmen, bei denen nicht mit Nachholeffekten beim Konsum zu rechnen ist, etwa Theater, Kultureinrichtungen oder Restaurants die seit Beginn der Krise besonders betroffen sind. Bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro ist die Antragstellung für Selbständige ohne Steuerberater möglich. Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2021. Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Neustarthilfe für Soloselbstständige- Antragsfrist 31. August 2021. Ab sofort kann im Rahmen der Überbrückungshilfe III die Neustarthilfe für Soloselbstständige beantragt werden. Unterstützt werden Soloselbstständige, insbesondere Kulturschaffende, Künstlerinnen und Künstler, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021 coronabedingt eingeschränkt ist. Berücksichtigt werden auch Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, die kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse ausüben. Die Neustarthilfe beträgt bis zu 7.500 €. Soloselbständige, deren Geschäft trotz der Corona-Krise im 1. Halbjahr positiv verläuft und nur geringe Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben, müssen den Vorschuss anteilig zurückzahlen. Anträge können einmalig bis zum 31. August 2021 gestellt werden. Alle Infos zur Antragstellung finden Sie unter diesem Link.

 

  • Steu­er­li­che Hilfs­maß­nah­men vom Bundesfinanzministerium: Das Bundesfinanzministerium bietet von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen und Akteuren unkomplizierte und kurzfristig erhältliche steuerliche Hilfen an. Das Programm betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer und besteht aus drei Maßnahmen

    • Stundung von Steuerzahlungen
    • Anpassung von Vorauszahlungen
    • Aussetzen von Vollstreckungsmaßnahmen

    Ausführliche Informationen zu dem Programm finden Sie unter folgendem Link.

  • Bundesagentur für Arbeit: Kurzarbeitergeld für Kulturunternehmen. Auch Kulturunternehmen können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Voraussetzungen: Unternehmen müssen mindestens eine/en Beschäftigte/n Mitarbeiter*in haben und es müssen mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen sein. Alle Informationen zum Kurzarbeitergeld erhalten Sie hier.


Weitere Hilfsangebote

 

  • GEMA-Vergütungen entfallen bis auf Weiteres. Die GEMA hat angekündigt, dass alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge für Lizenznehmer, die ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung des Coronavirus schließen müssen bzw. mussten, rückwirkend zum 16. März 2020 ruhen. Näheres hier.
  • Die Sozialfonds der VG WORT GmbH gewährt Beihilfen für in Not geratene Wortautor*innen, Verleger*innen oder ihre Hinterbliebenen. Alle Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link.
  • Die GLS-Bank unterstützt die elinor#kunstnothilfe. Unter dem Motto #StayHomeStandUp wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Von den eingegangenen Spenden können Künstlerinnen und Künstler bis zu 1.000 Euro unterstützt werden. Über die Vergabe entscheidet ein Beirat. Nähere Infos finden Sie hier.

 

 

 Sonstiges

 

  • Beantragung von KfW-Krediten. Über die Hausbanken können KfW-Kredite beantragt werden, allerdings nimmt dies wohl etwas Zeit in Anspruch. Tipps für das Gespräch mit der Hausbank finden Sie hier.

  • Entschädigung bei Verdienstausfällen

    • im Quarantänefall: Wer aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) eine Entschädigung erhalten. Das trifft auch auf Selbstständige und Freiberufler zu. Alle wichtigen Informationen finden Sie hier.
    • wegen Kinderbetreuung: Mittlerweile ist gesetzlich geregelt, dass auch für Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt wird. Hier erhalten Sie Informationen.

 

Hilfestellungen, Leitfäden und Handlungsempfehlungen für Kulturschaffende 

 

  • Reduzierung von Ausgaben. Tipps zum Thema:

    • Wer bei der Künstlersozialkasse (KSK) gemeldet ist, kann dort die Verringerung des Einkommens melden. Die Beiträge werden entsprechend angepasst. Hier gehts zum Vordruck.
    • Bei den zuständigen Finanzämtern können außerdem Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden.

  • Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hält Informationen und Ansprechpartner*innen zu folgenden Themen beret:

    • Liquiditätssicherung
    • Kurzarbeitergeld
    • Unterstützung für von Quarantäne betroffene Betriebe sowie
    • Finanzierung von Investitionen und Innovationen bereitstellt.

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