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Geschäftsbericht 2010

Verehrte Freundinnen und Freunde des Kulturamts,

unser Programm 2010 war geprägt von zahlreichen Kooperationen, Neuerungen und Sonderprojekten, angefangen beim demografischen Projekt „Sichtwechsel im Liegestuhl“, über das neue „Streetart“-Programm auf dem Leineweber- Markt bis hin zur „Diagonale – Neue Heimatklänge“. Auf Anregung des Kulturamts widmete sich die Diagonale, das größte experimentelle Musikfestival in OWL, dem thematischen Aspekt von Heimat und Einwanderung. Das Ergebnis, die wohl beste Diagonale bislang, belegt die einmalige Kreativität der beteiligten freischaffenden Künstler.

Brigtte Brand, Leiterin des Kulturamtes

Zum 20-jährigen Bestehen des Tanzfestivals haben wir dessen Workshop- Angebot mit großem Erfolg erweitert und die Besucher der Performances erlebten im Rahmen des Internationalen Landesprojektes „scene: Ungarn in NRW“ ungewöhnliche Darbietungen bisher unbekannter Ensembles. Die Begegnungen mit den ungarischen Tanzensembles, deren Darbietungen von hervorragender Qualität und Originalität waren, obwohl politische Eingriffe die Existenz zeitgenössischer und innovativer Kultur in Ungarn derzeit bedrohen, zählen für mich zu den besonders bewegenden Erlebnissen. Unter ungarischer Flagge standen auch zahlreiche weitere Veranstaltungen des Kultursommers, nicht zuletzt eine Lesung mit dem Karlspreisträger György Konrád.

Wir blicken auf ein erfolg- und ereignisreiches Jahr zurück, das uns neue Kontakte, Erfahrungen und viele Impulse brachte. Unter dem Label „Neue Namen“ wagte sich das Kulturamt in Kooperation mit dem Konzertbüro Schoneberg in den Bereich der Klassik vor, um so ein jüngeres Publikum in der Rudolf-Oetker-Halle anzusprechen. Neu ist auch die Zusammenarbeit mit der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft, der das Kulturamt seine Räumlichkeiten für Beratungen zur Verfügung stellt. Mit der unterschiedliche Kunstsparten verbindenden „Jahnplatzkantate“ und dem Tanzstück „Mit dem Ball tanzen“ präsentierte das Kulturamt zudem zwei neue Eigenproduktionen, die nicht nur in der Presse auf eine hervorragende Resonanz stießen.

Ebenso Positives gab es im Bereich „Sponsoring“ zu verzeichnen: Ein in den Reihen der »kulturextra«-Sponsoren frei gewordener Platz wurde von der Firma Böllhoff eingenommen. Die finanzielle Situation des Kulturamts hat sich dadurch stabilisiert.

Ich danke allen beteiligten Partnern und unseren Förderern für Ihre Unterstützung, insbesondere auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kulturamts für die gute Zusammenarbeit.

Ihre
Brigitte Brand
Leiterin Kulturamt Bielefeld


Geschäftsbericht
»kulturjahr 2010«