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4. DIAGONALE


neue musik nacht 2010

19.00 – 01.00 Uhr
In sämtlichen Innen- und Außenräumen der Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld

Innovative trifft auf traditionelle Musik. Diagonal zwischen Ethno, neuer Klassik, musique concrète, Jazz und populärer Musik. Diagonal zwischen Musik und Tanz/Kunst/Film/Text/Performance. Zwischen Komposition, Konzeption und Improvisation. Zwischen digital und analog. Zwischen Laien, Semiprofis und Profis. Zwischen Alt und Jung. Und nicht zuletzt zwischen Spielern und Publikum.

6 Stunden mit zahlreichen Formationen und SolistInnen im gesamten Gebäude und Gelände der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle sowie in der U-Bahn-Station.

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NEUE HEIMATKLÄNGE
In der Kreuzung liegt die Geburt des Neuen!

Mit ihrer 4. Durchführung setzt die DIAGONALE einen neuen Schwerpunkt: die Diagonale zwischen Tradition und Innovation. Neue Heimatklänge.

Was sind neue Heimatklänge oder was können sie sein? Wie kann Altes und Neues sich musikalisch aufeinander beziehen? Die japanische Tänzerin Minako Seki sagt: „Wenn ich auf der Bühne stehe, spüre ich eigentlich immer die Landschaft meiner Kindheit im Rücken.” Ist Heimat eine Melancholie? Ist sie eine bleibende Kraft? Was bestimmt ein Heimatgefühl und kann dieses sich ändern? Gibt es gar eine ortsfreie Heimat und wenn ja, wie hört sie sich an?

Der künstlerische Leiter Willem Schulz sagt: „Ein hoher Prozentsatz unserer Bevölkerung hat seine Wurzeln in anderen Kulturen. Musik ist ein starkes Mittel, den Kontakt sowohl zu der alten Heimat zu halten, wie auch zu den eigenen ethnischen Kreisen. Traditionen werden deshalb in besonderem Maße gepflegt. Zugleich ist die Distanz zur neuen kulturellen Umgebung groß. Hier setzt die DIAGONALE 2010 an: Emigrierte MusikerInnen jeglicher Abstammung, die in Deutschland – vorzugsweise in der Region – leben sowie innovative MusikerInnen unterschiedlicher Genres und KünstlerInnen aus anderen Bereichen sind eingeladen, in dem großen Spielfeld zwischen Tradition und Innovation neue, pointierte Projekte zu entwickeln. Besonders spannend sind konkrete Kooperationen zwischen beiden Seiten, die sich mit gegenseitiger Offenheit in einen mehrmonatigen Prozeß begeben haben. Für beide Seiten gilt: Heraus aus der Nischen-Kultur, hinein in die Auseinandersetzung, in das Zusammenspiel, in etwas Neues."

Auch regionale und überregionale KünstlerInnen, die sich schon länger mit der Thematik „Neue Heimatklänge” befassen und ethnische Musik mit gegenwärtiger Klangkunst in Beziehung setzen, sind eingeladen. Gruppen z.B. wie BOBO, ein genreübergreifendes Trio, das alte deutsche Volkslieder völlig neu arrangiert. Oder die chinesische Musikerin Xu Fengxia, die mit Guzheng und Stimme den Bogen zwischen chinesischer Tradition und europäischem Free Jazz schlägt. Schulz: „Denn Alt und Neu gehören zusammen, sind eigentlich Eins. Wie auch Nah und Fern. Statt eines glaubensbekenntnissartigen Schubladenverhaltens sollen hier aktive Vernetzungen initiiert und die Heimatfragen – zumindest künstlerisch – neu gestellt werden.”

Über 50 Ensembles haben sich beworben. Bei der Auswahl ging es der Cooperativa Neue Musik um ein möglichst vielfältiges Spektrum an beteiligten Ethnien sowie an innovativen künstlerischen Ansätzen.

Ziel ist es, die kulturelle Integration in unserer Gesellschaft durch ein ergebnisoffenes Zusammenwirken von KünstlerInnen verschiedenster Herkunft zu inspirieren. Das Publikum ist eingeladen, sich von den Chancen, die hierin stecken begeistern zu lassen.

Das Projekt der Cooperativa Neue Musik wird gefördert vom Land NRW, vom Kulturamt der Stadt Bielefeld sowie der Hanns-Bisegger-Stiftung.

Eintritt: 15 € / 10 € erm./ 5 € Kinder und Jugendliche

Vorverkauf bei: Touristinformation, Konticket und NW


OrtRudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld
Stadtplanausschnitt
Internethttp://www.cooperativaneuemusik.de/
VeranstalterCooperativa Neue Musik
Termine09.10.2010   19:00


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