April
23 | Freitag
20.00 Uhr Stadtbibliothek Bielefeld
[Eintritt: AK 7,- / erm. 5,-
BI-Pass 1,-]
György Konrád: Glück Lesung
Zusammen mit Vaclav Havel, Adam Michnik, Pavel Kohout und anderen
gehörte György Konrád zu den führenden Oppositionellen
des ehemaligen Ostblocks. In seinen Büchern beschäftigt
er sich immer wieder mit dem Nationalsozialismus und der stalinistischen
Diktatur.
Anders als die linear erzählten Lebensläufe, die uns aus
der Lektüre von Konráds Texten vertraut sind, splittert
sich die Lebensgeschichte seiner Hauptfigur Kalligaro in einem Kosmos
von mehr als 200 kurzen Erzählungen, Beobachtungen, Reflexionen.
„Kalligaro" ist ein Epos in der literarischen europäischen
Traditionslinie von Rousseau, Rilke, Valéry, Pessoa und Benn.
Vor allem aber ist es ein Buch des Lebens. »Wer nur einen
einzigen Tag lebt, auch für den lohnt es; diese vierundzwanzig
Stunden rechtfertigen das Abenteuer.«
Konrád ist Träger des Friedenspreises des deutschen
Buchhandels und des Karls-Preises der Stadt Aachen.
In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bielefeld
April
29 | Donnerstag
20.00 Uhr Bunker Ulmenwall, Kreuzstr. 0
[Eintritt: VVK 11,- / AK 13,- / erm. 9,- ]
VVK: Neue Westfälische
KonTicket
Tourist-Information
Pop Ivan Konzert
In Ungarn sind sie eine der begehrtesten jungen Künstlergruppen.
Aus experimentellem Rock inszeniert Pop Ivan nun ein irisierendes
Wechselspiel zwischen markanten Jazz-Grooves und freien Soli und
mischt augenzwinkernd Klänge der traditionellen Musik ihres
Landes bei. Ein ständig groovendes Schlagzeug/Bass-Duo und
eine peitschende Gitarre ergeben zusammen mit der vierköpfigen
Bläsersektion, verschiedenen perkussiven Instrumenten und den
Effektgeräten ein gewaltiges Klangvolumen.
Mai
07 | Freitag
20.00 Uhr Bunker Ulmenwall, Kreuzstr. 0
[Eintritt: VVK 10,- / AK 12,- / erm. 8,-]
VVK: Neue Westfälische
KonTicket
Tourist-Information
Blume-Quartett Konzert
Ungarn mit seiner schon immer multikulturell geprägten reichen
Musikkultur hat auch eine rege Szene mit Zeitgenössischem Jazz
und Improvisierter Musik. Im Blume-Quartett kommt es zu einer spannenden
Begegnung von jeweils zwei der international bekannten Top-Musiker
der Improvisationsmusik aus Ungarn und aus NRW.
Frank Gratkowski: Saxophon, Klarinetten | Szilárd Mezei:
Viola | Albert Márkos: Cello | Martin Blume: Schlagzeug,
Percussion
Der ungarische Romanautor, Essayist und Dramatiker Nádas
ist eine der zentralen Gestalten der europäischen Literatur.
Geboren und aufgewachsen in Budapest, begann er seit Ende der 60er
Jahre Bücher zu schreiben. Als 1965 der Erstling des 23jährigen
Péter Nádas in Ungarn erschien, erregte schon der
Titel Aufmerksamkeit. Nicht weniger skandalös war das Thema
des Buches: die Bewältigung einer Kindheit in der stalinistischen
Rákosi-Ära. Mit dieser fein gesponnenen Variante des
Themas von Herr und Knecht schrieb sich Péter Nádas
mit einem Schlag in die erste Reihe der ungarischen Gegenwartsliteratur.
44 Jahre dauerte es, bis Nádas' Text auf Deutsch erscheinen
konnte.
Sein internationaler Durchbruch kam mit dem monumentalen Roman „Das
Buch der Erinnerungen" (1986), eines psychologisch grundierten
Textes, der der erzählerischen Tradition von Proust, Thomas
Mann und dem magischen Realismus folgte.
Nádas ist unter anderem Träger des Österreichischen
Staatspreises für europäische Literatur und des Franz
Kafka Preises.
In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bielefeld
Das Animationstheater Figurina wurde 1983 von dem Ehepaar Gábor
Siklósi und Klára Fers gegründet und konzentriert
sich auf die elementaren Formen des Puppenspiels. Die Akteure agieren
überwiegend mit Händen und Objekten. Figurina, eines der
angesehensten Figurentheater in Ungarn, nimmt an Festivals in ganz
Europa teil.
Im Stück Manualis wird die Welt mit einer Reihe von kleinen,
geistreichen, grotesken und philosophischen Szenen ohne Worte und
nur mit Hilfe der Hände dargestellt. Unter anderem präsentiert
Figurina den weltberühmten Microcircus, den Zirkus der fantastischen
Hände. Unter den so winzigen wie talentierten Artisten finden
sich Eistänzer, Zauberer, Akrobaten, Jongleure, Fakire, Trapezkünstler,
Ringer, Clowns und Dompteure.
Figurina | Wie Sonne und
Mond gekidnapped wurden Figurentheater für Kinder ab 4 Jahren
und Erwachsene.
Wenn Figurina für Kinder spielt, führen die Spieler das
junge Publikum zuerst in die Feinheiten des Handspielens ein. Aber
dann wird eine spannende Geschichte erzählt. Nur mit Hilfe
der Hände und der Musik.
Ein junger Bursche macht sich mit seinem verzauberten Pferd auf
in den Himmel, weil die Erde in Dunkelheit gefallen ist. Die beiden
wollen den Drachen jagen, Sonne und Mond wieder anzünden und
sie zurück in den Himmel hängen.
In Zusammenarbeit mit der Capella hospitalis
Mai
19 | Mittwoch
20.00 Uhr
Sparrenburg
bei Regen: Theater DansArt
Am Bach 11
[Eintritt: frei]
Mittwochs
auf der Burg
Besh O Drom Konzert
Besh O Drom bezieht seine musikalische Basis aus transsilvanischen,
jüdischen, nordafrikanischen und griechischen Elementen und
einer großen Verbundenheit zur Musiktradition der Sinti und
Roma und des Balkan. Dabei verwenden die Musiker akustische Instrumente
und elektronisch erzeugte Musik simultan. Es entstehen Kompositionen,
die zugleich verspielt und ernsthaft, lustig und berührend,
ländlich und urban sind.
Besh O Drom wurde 1999 in Budapest gegründet. Der Name bedeutet
in der Roma-Sprache etwa „über die Straße reiten".
Die Band begeisterte in den letzten Jahren ihr Publikum auf der
ganzen Welt. So spielte sie bereits unter anderem in Kanada, Mexiko,
Taiwan und Finnland.
Attila Sidoo: Gitarre | Gergo Barcza: Saxophon, Woodwinds | Adam
Pettik: Perkussion | Attila Herr: Bass | Jozsef Csurkulya: Cymbalon
| Peter Mako: Saxophon, Woodwinds | Peter Somos: Schlagzeug |
Bori Magyar: Gesang
Mai
28 | Freitag
20.30 Uhr Bunker Ulmenwall, Kreuzstr. 0
[Eintritt: VVK 10,- / AK 12,- / erm. 8,-]
VVK: Neue Westfälische
KonTicket, Tourist-Information
Viktor Tóth Tercet
Viktor Tóth ist einer der talentiertesten Saxophonisten des
ungarischen Jazz. Das Viktor Tóth Tercet ist das beste Beispiel
für die sich langsam etablierende neue Generation von ungarischen
Jazzmusikern, die ihren Blick auf Popkultur und Kunst richten.
Das Album „Climbing with Mountains" wurde 2007 als „Beste
ungarische Jazz-CD des Jahres" vom Gramofon Magazin gekürt.
Viktor Tóth: Altsaxophon | Mátyas Szanday: Bass
| György Jeszenszky: Schlagzeug
In Zusammenarbeit mit dem Bunker Ulmenwall
e.V.
Juni
09 | Mittwoch
20.00 Uhr Sparrenburg
bei Regen:
Theater DansArt, Am Bach 11 [Eintritt: frei]
MITTWOCHS AUF DER BURG
Mitsoura Konzert
Mitsoura ist die bekannteste und erfolgreichste ungarische Weltmusik-Band
mit einem einzigartigen musikalischen Ansatz. Erfolgreich integriert
die Gruppe die mittel- bis osteuropäischen Einfl üsse
in urbane Sounds und Grooves. Diese Mixtur mündet in einen
einzigartigen, neuen Stil und weckt die Aufmerksamkeit junger Menschen
für die Werte und Überlieferungen der Roma-Kultur.
Die Sängerin Monika Miczura gilt mit ihrer unverwechselbaren
Stimme als eine der besten Roma-Sängerinnen weltweit. Mitsoura
behandelt die Songs nicht im überlieferten musikalischen Verständnis:
Die Instrumentierung mit indischer Perkussion, Balkaninstrumenten
und dem Cymbalon kreiert auf der Grundlage elektronischer Samples
eine geradezu magische Klanglandschaft.
Monika Mitsou Miczura: Gesang | András Monori: Saxophon
| Márk Moldvai: Perkussion | Péter Szalai: Perkussion
| Miklós Lukács: Cymbalon
Juni
19 | Samstag
20.00 Uhr Museum Waldhof
[Eintritt: 10,- / erm. 6,-
BI-Pass (nur AK) 1,-]
JAZZ IM SKULPTURENGARTEN
Gábor Winand Quartet Konzert
Der ungarische Sänger Gábor Winand ist einer der herausragenden
ungarischen Jazzmusiker. Winand sieht seine Wurzeln vor allem in
der Folklore und in der Klassik. Mit messerscharfer Intonation und
gezügelter Emotionalität sowie immensem Improvisationsvermögen
verzauberte er schon einen Könner wie Al Jarreau. „Ich
bin ein empfindsamer Mensch. Wenn ich singe, durchdringt mich die
Stimmung des Songs vollkommen." Winands Timbre und seine Musikalität
hinterlassen ein tief bewegtes Publikum.
Der 1964 geborene Winand studierte klassischen Gesang am Béla
Bartók Konservatorium in Budapest. Seit Mitte der 80er Jahre
bewegt er sich in der ungarischen Jazz-Szene, spielte aber auch
mit vielen internationalen Stars. So trat er gemeinsam mit seiner
Frau Elsa Valle, seinem Schwager Ramón Valle, Charlie Mariano
und dem holländischen Trompeter Eric Vloeimans auf.
Gabor Winand: Stimme | Péter Rozsnyói: Klavier
|József Barcza Horváth: Bass | András Dés:
Perkussion
Juli
07 | Mittwoch
20.00 Uhr Sparrenburg
bei Regen: Theater DansArt
Am Bach 11 [Eintritt: frei]
MITTWOCHS AUF DER BURG
Bea Palya Trio Konzert
Beáta Palya wurde in Makó, Südost-Ungarn, geboren.
2003 startete sie ihre Solokarriere. Sie gastierte u.a. in Paris,
Amsterdam, London, Sao Paulo und Moskau. Nach Bielefeld kommt die
Sängerin mit ihrem Trio.
Bea Palyas Gesang gründet auf den folgenden Elementen: Improvisation
und Experiment, traditionelle ungarische Folkmusik, Roma-Musik und
Musikkulturen des Ostens, Persiens und Indiens.
Im Ungarischen sind die ursprünglichen Bedeutung der Worte
»lélek« (Seele) und »lelegzet« (Atem)
die Gleichen. Wenn die Musiker des Trios zusammenspielen, gewinnen
sie die Fähigkeit, sich zwischen den Stimmungen zu bewegen.
Dabei sind die Publikumsreaktionen der Kompass für die Richtung
der Musik, jeder Impuls wird zum Ton.
Juli
10 | Samstag
20.00 Uhr Museum Waldhof
[Eintritt: 10,- / erm.: 6,-
BI-Pass (nur AK) 1,-]
JAZZ IM SKULPTURENGARTEN
Dresch Quartet Konzert
Der 1955 in Budapest geborene Mihály Dresch ist der bekannteste
ungarische Jazzmusiker seiner Generation. Obwohl er anfänglich
sehr von schwarzem amerikanischen Jazz fasziniert war, bezeichnet
er seine musikalische Muttersprache als „mitteleuropäisch".
Die englische Zeitung „Guardian" charakterisierte Dresch
als Mentor einer fruchtbaren Fusion von ungarischer Folklore und
Jazz. Über die Jahre spielte Dresch mit einer Vielzahl bekannter
Musiker, von Archie Shepp, John Tchicai, Roscoe Mitchell, Chico
Freeman, David Murray bis Dewey Redman. Das aktuelle Album des Mihály
Dresch Quartets, „Rare Bird", erschien im Frühjahr
2009.
Sein erstes Quartett gründete Dresch 1984. Die aktuelle Besetzung
existiert bereits seit dem Jahr 1998. Das Album „Hungarian
Bebop", zusammen mit Archie Shepp eingespielt, war 2002 ein
internationaler Erfolg.
István Baló: Schlagzeug | Miklós Lukács:
Cymbalon | Mátyás Szandai: Bass | Mihály
Dresch: Saxophon, Flöte, Bassklarinette
Juli 23 | Freitag
Eröffnung 19.00 Uhr
bis August 01
16 - 19 Uhr | Freitag
14 - 17 Uhr | Samstag/Sonntag Galerie Artists Unlimited
Viktoriastr. 24
Eszter Szabó Ausstellung
Die Bilder der 1979 in Budapest geborenen Künstlerin setzensich
zusammen aus Aquarell-Malerei und animierten Bewegtbildern, auf
der Grundlage dieser Aquarelle. Aus der Kombination der beiden Medien
entstehen charaktervolle Kurzfilme.
Es entwickeln sich liebevolle, präzise Alltags-Portraits: Menschen
mit Einkaufstaschen, unvorteilhaft gekleidet, abgebildet durch sensible,
akkurate Linien. Sie wirken angreifbar und nah, die lasierenden
Farben lassen sie zu zerbrechlichen Protagonisten werden.
Eszter Szabó präsentierte ihre Arbeiten mehrfach in
Ungarn und beteiligte sich unter anderem an Ausstellungen in Paris,
London und Prag. Artists Unlimited freut sich darauf, ihre Arbeiten
in der Galerie Artists Unlimited auszustellen und Eszter Szabó
für einen Monat als Gastkünstlerin im Haus begrüßen
zu dürfen.
August
14 | Samstag
20.00 Uhr Museum Waldhof
[Eintritt: 10,- / erm. 6,-
BI-Pass (nur AK) 1,-]
JAZZ IM SKULPTURENGARTEN
Duo Snétberger/Friedman Konzert
Der aus Ungarn stammende Gitarrist Ferenc Snétberger und
der New Yorker Vibraphonist David Friedman, beide in Berlin lebend,
bringen auf höchstem künstlerischem Niveau ihre unterschiedlichen
musikalischen Herkünfte zusammen. Mit Virtuosität und
großer Lust an der Improvisation entsteht ein filigranes und
dabei erdiges Geflecht von Tönen und Klängen.
Zwischen dem von Roma-Musik und Jazz geprägten Snétberger
und dem urbanen Jazz- und Improvisationsmusiker Friedman entwickelt
sich so unverwechselbare, gleichzeitig in Klängen schwelgende,
wie mitreißend rhythmische Musik. Der gebürtige New Yorker
Friedman, seit vielen Jahren Professor für Perkussion an der
Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, und der von der
Roma-Tradition und auch von brasilianischer Musik beeinflusste Ungar
Snétberger bilden zusammen eines der beeindruckendsten kammermusikalischen
Duette der Gegenwart.
Ferenc Snétberger: Gitarre | David
Friedman: Vibraphon
August 20 | Freitag
20.00 Uhr Sparrenburg
[Eintritt: frei]
Szent István ünnepe - Ungarischer
Nationalfeiertag Ungarische Tanzgruppe Rezeda | UWAGA!
Wir feiern auf der Sparrenburg den St. Stephanstag, den ungarischen
Nationalfeiertag. Mit Tanz, Musik und Gulyas bzw. Pörkölt
beenden wir genussvoll unser internationales Kulturprogramm: scene:
ungarn in nrw.
Die Tanzgruppe Rezeda wurde 1981 in Frankfurt gegründet. Anfangs
hat sie sich mit Volkstanz-Choreographien für die Bühne
beschäftigt. Mittlerweile liegt ihr Schwerpunkt auf den authentischen
Bauerntänzen verschiedener Regionen Ungarns und Siebenbürgens,
die sie auch in Bielefeld mit viel Hingabe auf den Tanzboden bringen
wird.
Anschließend gibt es feurige Musik! Wer UWAGA einmal gehört
hat, will sie immer wieder hören! Dieses Quartett vereint scheinbar
unvereinbare Gegensätze: die Ernsthaftigkeit der Klassik mit
dem ungezügelten Temperament traditioneller Zigeunermusik.
Christoph König: Violine | Maurice Maurer: Violine | Miroslaw
Tybora: Akkordeon | Markus Conrads: Kontrabass