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Kulturamt Bielefeld neuer Kulturpartner des WDR für den
»bielefelder kulturfrühling« und die »bielefelder kulturgespräche«


Partnerschaft für mehr Kultur- Das Konzept der WDR 3 Kulturpartnerschaften
WDR 3 hat das bislang praktizierte Modell punktueller Präsentationspartnerschaften aufgegeben, um an seine Stelle ein Modell dauerhafter Partnerschaften zu setzen: Verbindliche Medienpartnerschaften mit den Kultureinrichtungen des Landes, die wir, weil es ausschließlich um Kultur geht, »Kulturpartnerschaften« nennen.
Kern des Konzepts ist die Dauerhaftigkeit der Partnerschaft und die Unterstützung auf Gegenseitigkeit. Ziel ist ein gegenseitiger Imagetransfer, der eine direkte Zielgruppenwerbung für das Programm WDR 3 ermöglicht und zugleich eine kostenfreie Veranstaltungsunterstützung für die Kulturpartner in NRW.
Während der »Internationalen MusikTriennale Köln 2000« und anlässlich der landesweiten Veranstaltungsreihe »Polen erlesen« wurde das Konzept - im Rahmen der seinerzeit bestehenden Möglichkeiten von WDR 3 - bereits probeweise realisiert und auf seine Tragfähigkeit hin überprüft. Rückmeldungen aus Veranstalterkreisen bestätigen, dass die spezifischen Veranstaltungshinweise des Kulturprogramms WDR 3 spürbare Wirkung bei den Besucherzahlen nach sich zogen.
WDR 3

Motiv des Partnerschaftskonzeptes ist es, angesichts immer geringer werdender Eigenmittel neue Möglichkeiten gegenseitiger Unterstützung der großen Kulturträger zu eröffnen, um durch Nutzung der jeweils vorhanden Publikationsmedien die Werbekraft der anspruchsvollen Kultur zu potenzieren.
Angesichts eingegrenzter Etats der Kultur sollte »Werbung« nicht mehr durch die Bindung von Finanzmitteln erfolgen, die der künstlerischen Produktion vorbehalten sein sollten. Eine mit realem Mittelfluss verbundene Finanzierung von Öffentlichkeitsarbeit bindet Mittel, die im Bereich der kulturellen Kernaufgaben empfindliche Einbußen zur Folge hätten.
Dieser Situation lässt sich nur begegnen, wenn sich die Kultureinrichtungen zusammenschließen, um gemeinsam ihre Position zu vertreten und gegebenenfalls auszubauen. Nachdem die jahrzehntelang gültigen Argumente für die staatliche Unterstützung kultureller Leistungen mehrheitlich aufgehoben sind, müssen neue Wege gefunden werden, das Kulturangebot aufrecht zu erhalten und neues Publikum heranzuführen.
Dass Publikumspotential vorhanden ist, belegen die Zulaufzahlen entsprechend konzipierter und kommunizierter Kulturereignisse. Auch die Medienforschung (ARD-Kulturstudie) belegt das Vorhandensein einer großen Zielgruppe »neuer Kulturinteressierter«, die bislang aber nicht in ausreichendem Masse angesprochen worden sind, (vgl.: »Auf der Suche nach neuen Rezepten. ARD-Kulturradios im Aufbruch«, in: ARD-Jahrbuch 2001, dra Frankfurt am Main).
Als Kulturradioprogramm für Nordrhein-Westfalen, als größter Musikveranstalter des Landes und als Vermittler der Musik- und Kulturszene NRW möchte WDR 3 mit dem Konzept der Kulturpartnerschaften ein Zeichen der Gemeinsamkeit setzen. Formal vollzieht sich der wechselseitige Image-Transfer durch die professionell gestaltete Betrailerung ausgewählter Veranstaltungen der Kulturpartner an auffindbaren Sendeplätzen in WDR 3 auf der einen und ständige Präsenz des Logos und der das Programm betreffenden Publikationen an den Veranstaltungsorten der Kulturpartner auf der anderen Seite.
Es ist aber vor allem die langfristige Perspektive solcher Partnerschaften, die es gestattet, Wege engerer Kooperationen zu entwickeln, die im Falle punktueller Presenting-Aktivitäten nicht zu realisieren wären. Mitschnitte von Konzert- oder Theateraufführungen, die Konzeption gemeinsamer Veranstaltungen oder Veranstaltungsreihen, Pressekonferenzen oder Premierenempfänge, thematische Begleitung von Ausstellungs- oder Theaterprojekten - dies sind nur einige der denkbaren Möglichkeiten, die sich aus einer intensivieren Zusammenarbeit ergeben können.
2. Bielefelder Kulturfrühlung  
Durch die Kulturpartnerschaften wird eine Öffentlichkeit für Kultur geschaffen, die auf dem Wege herkömmlicher PR-Maßnahmen herzustellen außerordentliche Mittel verschlingen würde. Der formale Kern des wechselseitigen Image-Transfers (Logo-Präsenzen vs. Veranstaltungs-Betrailerung) ist für beide Seiten kostenneutral.
Sechzig Kultureinrichtungen sind mittlerweite der Partnerschaft beigetreten, um gemeinsam mit WDR 3 für mehr Kultur (nicht nur) in NRW zu werben. Kriterien der Auswahl waren neben der kulturellen Bedeutung der Einrichtungen (nicht gleichzusetzen mit ihrer Größe), dem Einzugsgebiet der Institution (das z. B. beim Westfälischen Landestheater, einem Tourneetheater, enorm ist) und neben der landesweiten Streuung unserer Partnerschaften vor allem die Nähe zum Programmprofil von WDR 3.
Zu den WDR 3-Kulturpartnern zählen sowohl feste Institutionen als auch zeitlich begrenzte Festivals oder Veranstaltungen (Klavierfestival Ruhr, MusikTriennale Köln, Beethovenfest, Theater der Welt, etc.). Darüber hinaus bestehen Partnerschaften mit Verbänden und Kulturvermittlern wie dem Verband Deutscher Musikschulen, mit dem Büro der Landestheater in NRW, dem Landesmusikrat NRW, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände, dem Landschaftsverband Rheinland, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Deutschen Kulturrat.

Prof. Karl Karst Programmchef WDR 3



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